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Schneller, stressiger Alltag! Manchmal scheint es nahezu unmöglich, alles in einen Tag zu bekommen. Wir kennen das! Daher können Sie bei uns jederzeit eine Buchung vornehmen, direkt über unsere Website. Unkomplizierte Reservierungen, 24/7, 365 Tage im Jahr.

Gleichgewicht für Körper und Seele

Ihr Alltag ist stressig? Reagieren Sie impulsiv oder haben Angst in bestimmten Situationen? Dann sind vielleicht persistierende frühkindliche Reflexe daran beteiligt! Atmen Sie tief ein und stellen Sie mit der passenden RIP*-Übung Ihr Gleichgewicht wieder her. 

Über uns

 

Renate Hohmann

 
40 Jahre lang war ich in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen tätig mit unterschiedlichen Aufträgen, in den letzten 20 Jahren habe ich im Auftrag des  Dr. Meyers gearbeitet, in seiner sozial-psychiatrischen Praxis.
Die Bedeutung frühkindlicher Reflexe und deren Auswirkung auf die Störungsbilder der Klienten zog sich fortwährend durch meine Arbeit.
In diesem Jahr habe ich mich aus diesem Arbeitsbereich verabschiedet, dass Interesse an diesem Thema ist mir geblieben.
Auf viele Jahre Erfahrungen kann ich zurückschauen, Entwicklungen durfte ich mitprägen, Wahrnehmung und Bewegung waren immer der Mittelpunkt der Arbeit.
Dann kam von Dr. Meyers die Anfrage, ob ich bereit sei, an einem Buch mitzuarbeiten, dass die Neurophysiologische Behandlung frühkindlicher Reflexe behandeln soll.
 
Zweifel, ob meine Erfahrungen ausreichen würden. Zahlreiche Veröffentlichungen sind auf dem Markt, gut recherchiert, was sollte da noch offen sein?
Ich habe mich eingelassen und bin versunken in zahlreichen Werken zu den Themen Entwicklung, Bewegung, Reflexe u.s.w., in gemeinsamen Gesprächen hatte Dr. Meyers den Gedanken, ein kurzgefasstes Programm zu erstellen mit dem Ziel der Aufrichtung, nicht als Ersatz bereits bekannter Übungsprogramme, sondern als alternativer Weg für all diejenigen, denen Zeit und Möglichkeit fehlt, sich auf solch ein Übungsprogramm einzulassen.
 
Danksagung 
 
Die Arbeit an diesem Buch hat für ein halbes Jahr mein Leben bestimmt in sozialer Interaktion. 
Alle meine menschlichen Möglichkeiten, mein Körperrepertoire zeigten mir mein Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele und meinen eigenen Weg, mit Stress umzugehen. 
In diesem Zusammenhang habe ich auch Dankbarkeit als Stressreduzierer erlebt, als eine tief greifende Empfindung. 
Meine Dankbarkeit gilt allen großen und kleinen Menschen, beruflich und privat, die meine Erfahrungen erst möglich gemacht haben und Dr. Meyers, der in mich und meine Fähigkeiten Vertrauen gesetzt hat 
Dieses Buch ist in mir gewachsen, wie ein neues Leben, es hat zu einem inneren Erregungszustand geführt, der nicht immer optimal war und so manches Reaktionsmuster auf den Plan gerufen hat. 
Für Sicherheit und Geborgenheit in meinem Leben sorgt immer mein Fels in der Brandung, mein Mann Elmar, er hat mich aus so mancher Not befreit. 
Mein Sohn Sascha war zur Stelle, als mein überalterter PC seine Mitarbeit eingestellt und Arbeit zu Nichte gemacht hat, er stellte mein Bedürfnis über seins und sorgte in Rekordzeit für einen neuen PC. 
Meine Tochter Nina hat mit Empathie und in ihrer Art der Wahrnehmung die Buchentwicklung begleitet und unterstützt, es sind äußere und innere Bilder entstanden, die das Buch bereichern. 
Die gemeinsame Freude an Bewegung prägt unser Leben, gemeinsam folgen wir einem Zitat von Friedrich Nietzsche: „Man muss das Leben tanzen“ 
Ich danke meinem Leben, in Einklang mit Sicherheit und Geborgenheit. 
 

Dr. med. Ralph Meyers 

 

Ich bin als Kinder- und Jugendpsychiater seit über 30 Jahren tätig in der Versorgung von Familien mit Kleinstkindern bis zu jungen Erwachsenen. 

Gelernt habe ich in verschiedenen Abteilungen von Kinder- und Unikliniken im Gebiet der Kinder-/Jugendpsychiatrie nach vorangehenden Erfahrungen aus der Inneren Medizin und Erwachsenenpsychiatrie. 

Seit mehr als 28 Jahren bin ich mit einer sozialpsychiatrischen Praxis als Kinder- und Jugendpsychiater niedergelassen, einem Versorgungskonzept, entwickelt in den 90er Jahren, das beinhaltet, dass zu meinem multiprofessionellen Team u.a. Heil- und Sozialpädagogen, Psychologen und Kinder-/Jugendlichen-Psychotherapeuten, Familientherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, Motopäden und Motopädagogen gehören. 

Wir ergänzen einander im Verständnis der Probleme, mit denen unsere Klienten zu uns kommen und entwickeln gemeinsam vor dem Hintergrund unterschiedlicher Ausbildungshintergründe immer wieder neue und ganzheitliche Konzepte, um die Beratung und Behandlung unserer Klienten zu verbessern. 

Ich habe von meinen Therapeuten und Therapeutinnen in den letzten Jahrzehnten vieles lernen können, was in der Medizinerausbildung nicht oder nicht so ausführlich behandelt wurde. 

Und natürlich haben sich auch erhebliche Fortschritte in der Forschung der letzten Jahre darauf ausgewirkt, dass wir von vielen Krankheitsbildern und Entwicklungsstörungen heute ein umfassenderes Bild haben. 

Speziell dankbar bin ich meinen Motopädinnen und Motopädagoginnen, dass sie mich aufmerksam gemacht haben auf die Bedeutung frühkindlicher Reflexe, die wir als Mediziner zwar im Studium abgehandelt haben, aber deren Bedeutung nach der Geburt erst langsam nach ersten Veröffentlichungen von Sally Goddard-Blythe in den 70er Jahren erkannt wurde. 

Mehrere meiner Mitarbeiterinnen hatten entsprechende Weiterbildungen besucht und fragten mich, was ich denn davon halten würde. 

Seit nunmehr knapp 15 Jahren, seit wir darauf achten, persistierende (fortbestehende) frühkindliche Reflexe routinemäßig bei den Eingangsuntersuchungen in unserer Praxis zu erfassen, wird zunehmend klarer, dass hier ein wesentlicher Kofaktor und in vielen Fällen auch Auslöser von neurologischen und psychiatrischen Problemen zu finden ist. 

Und somit geben wir häufig Eltern „Hausaufgaben“ in Form von Bewegungsübungen mit, die sie zuhause mit ihrem Kind durchführen. Eltern und Kind haben hier eine besondere Chance, Entwicklungshindernisse in gemeinsamer Übung innerhalb meist eines Jahres aus dem Weg zu räumen. 

Und wir stellen fest, dass diese Übungen so effektiv sind, dass in vielen Fällen z.B. Medikation zur Behandlung von Verhaltens- oder Konzentrationsstörungen oder psychischen Auffälligkeiten verzichtbar ist. 
 

Weitere Bücher von Dr. Meyers: 

 

1.     (Über)Leben mit Reflexen – Band 1, KDP 12.20, ISBN 9798706939731 

2.     ADS ist heilbar, GTVH 8.2019, ISBN 9783579014753 

3.     Live or die, KDP 3.21, ISBN 9798583766956 

4.     (Over)Leven met reflexen, KDP 3.21, ISBN 9798717789356 

5.     Leben, Liebe, Leidenschaft – Band 1, KDP 7.21, ISBN 9798535319674 

6.     Leben, Liebe, Leidenschaft – Band 2, KDP 7.21, ISBN 9798535334608 

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Wir arbeiten stets an verschiedenen Projekten – meistens, um für unsere Kunden das Beste zu erreichen. Von Zeit zu Zeit experimentieren wir jedoch auch an völlig neuen Konzepten und Ideen.

ATNR

 

Dieser Reflex, der im deutschen Sprachraum in seiner nicht-pathologischen Ausprägung bevorzugt „Fechterhaltung" genannt wird, beginnt sich ungefähr in der achtzehnten Schwangerschaftswoche herauszubilden, etwa zu derselben Zeit, zu der die Schwangere die Bewegungen ihres Kindes zum ersten Mal spürt. 
 Wenn das Baby den Kopf zur einen Seite dreht, strecken sich Arm und Bein zur selben Seite, während sie sich auf der anderen Seite beugen. Diese Bewegung sollte im Verlauf der Schwangerschaft an Stärke zunehmen und damit die Bewegungsentwicklung, besonders Drehbewegungen im engen Raum der Gebärmutter, und den Aufbau von Muskeltonus vorantreiben. 

Er wird aktiviert, wenn die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen beeinträchtigt wird, z.B. durch eine Kompression der Nabelschnur. 


 Es ist vor allem der ATNR, der zusammen mit anderen Reflexen den Geburtsprozess unterstützt. Beim Voranschreiten der Wehen wird das Baby nicht nur durch die Wirkung der Kontraktionen langsam durch den Geburtskanal gedrückt. Damit sich der größte Teil des Babys den entsprechenden Teilen des mütterlichen Beckens anpasst, muss das Baby eine Reihe von Drehungen durchführen, so dass es in einer langsamen Spirale den Geburtskanal hinunter wandert. Diese Drehungen sind notwendig, um dem Baby den Weg durch das im Verhältnis zu seinem Kopf enge mütterliche Becken zu erleichtern. Der ATNR hilft dem Baby genau dabei, indem er Schultern und Hüften beweglich macht, wenn Druck auf den Nacken ausgeübt wird.
 

 

 

Der ATNR ist verantwortlich für die Hand-Augen-Koordination, für das Scharfstellen der Augen zur Fokussierung. 

Integriert der ATNR nicht vollständig, kommen bei Auslösung durch Kopfdrehungen sämtliche Streckmuskeln vom Kopf bis zu den Füssen auf der Gesichtsseite in einen Hypertonus, auf der Hinterkopfseite sind die Beugemuskeln in einem Hypotonus. 

Das führt dazu, dass die Körpermitte nicht erfahren wird, die vertikale Körpermittellinie kann nicht gekreuzt werden. 

 

 

Ein persistierender ATNR kann Auslöser sein für Angstreaktionen, die für den ungeübten Beobachter nicht situationsadäquat erscheinen, er kann Augenfolgebewegungen beeinträchtigen und somit an Lese- und Rechtschreibstörungen beteiligt sein oder er kann beispielsweise beim Autofahren Übelkeit und Schwindel auslösen. 

MORO

 

Er ist eine unwillkürliche, nicht kontrollierbare, weil vom Hirnstamm ausgelöste Reaktion auf einen plötzlich auftretenden Reiz, in der Neugeborenenzeit zumeist ausgelöst durch eine plötzliche Veränderung der Kopfposition in Bezug auf den Rumpf oder auch durch ein plötzliches Geräusch.
 Die motorische Aktion des Moro Reflexes besteht aus einer Abfolge schneller Bewegungen: Zunächst werden die Arme und Beine in symmetrischer Abduktion vom Körper weg bewegt, wobei der Säugling heftig einatmet. Nach kurzem Erstarren werden Arme und Beine einer Umklammerungsbewegung gleich wieder an den Körper herangeführt und das Baby atmet aus, häufig begleitet von einem Schrei. 

Neben dieser motorischen Aktion treten aber auch folgende hoch signifikante Begleiterscheinungen auf: Durch das Freisetzen der Stresshormone Adrenalin und Cortisol wird das sympathische Nervensystem und damit die Kampf- oder Fluchtbereitschaft aktiviert. Damit verbunden ist ein Anstieg der Atemfrequenz, Beschleunigung des Herzschlags, Anstieg des Blutdrucks und Rötung der Haut. 

So können Kinder und auch Erwachsene seelisch und körperlich ständig an der Schwelle zu Kampf- oder Fluchtreaktionen und damit immer in Alarmbereitschaft sein. Die durch die Aktivierung des sympathischen Nervensystems erfolgende erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit und Sensibilität lässt sie zwar auf der einen Seite phantasievoll und einfühlsam werden, doch andererseits lösen unbekannte, überraschende Sinneseindrücke und Situationen immer wieder unreife, dem Anlass nicht angemessene Überreaktionen aus. Um mit der unberechenbaren Umwelt fertig zu werden, neigen sie häufig dazu, Situationen kontrollieren oder manipulieren zu wollen, sei es durch Aggressivität oder auch durch ängstlichen Rückzug. 

STNR

Bei Flexion (Beugung) des Kopfes werden unter dem STNR die Arme gebeugt und die Beine gestreckt und bei Extension des Kopfes kehren sich die Tonusverhältnisse um (Spannungsverlust).

Der Symmetrisch Tonische Nackenreflex (STNR) wird in zwei Positionen aktiviert, in der Beugung und Streckung. Beim gebeugten Kopf werden die Arme auch gebeugt und die Beine gestreckt, umgekehrt werden die Beine gebeugt und der Kopf gestreckt, die Kopfbewegung löst das Reflexmuster aus. Der STNR schafft den Übergang von der statischen

Lage zum Krabbeln mit Überkreuzbewegungen., ist der Reflex später noch latent vorhanden, so kommen bei einer Nackenstreckung sämtliche Beugemuskeln des Beckens, der Hüfte und der Beine rein reflektorisch in einen Hypertonus.

 

 

Mögliche durch Persistenz ausgelöste Symptome:

·      Muskelhypotonie

·      Probleme der Augenfolgebewegung (Verlust der Zeile)

 

·      Hyperaktivität

·      Langsamkeit beim Schreiben/Abschreiben

·      Konzentrationsprobleme

·      Verspannungen in Nacken-Schulter-Bereich

TLR

Der Tonische Labyrinth-Reflex geht vom Labyrinth aus und reagiert in Rückenlage auf Lageveränderungen des Kopfes nach vorne und zurück. Wird der Kopf nach hinten bewegt, erfolgt eine Streckung des ganzen Körpers. Bewegt sich der Kopf nach vorne, gerät der Körper in eine Beugehaltung. Die Beugehaltung wird benötigt für die reife Geburtslage, der TLR rückwärts ist notwendig und wird dann auch voll ausgereift bei dem Austritt aus dem Geburtskanal. Der TLR vorwärts sollte im 3. Lebensmonat gehemmt sein und der TLR rückwärts erst später mit ca. dreieinhalb Jahren.
 
Mögliche durch Persistenz ausgelöste Symptome:
Der vestibulo-okuläre Reflexbogen ist nur ungenügend ausgebildet, da kein reifes Gleichgewichtsverhalten möglich ist. Bei Lageveränderungen oder bei Bewegungen des Kopfes tritt ständig der TLR in Erscheinung. Die Gleichgewichtsreaktionen können nicht automatisiert werden. Dies erfordert von dem Kind ein ständiges Ankämpfen gegen einen Tonusverlust bei Flexion (Beugung) des Kopfes oder eine Tonuserhöhung bei Extension (Streckung) des Kopfes.
 Für das Kind bedeutet dies eine enorme Anstrengung im Alltag mit erhöhtem Energieverbrauch. Es sind andauernde Gleichgewichtsreaktionen von Nöten, wo andere Kinder ohne große Anstrengung bestehen.
 
 

Diese Kinder zeigen häufig einen hohen Muskeltonus in der kurzen Nackenmuskulatur und fixieren ihre oberen Kopfgelenke in Extension (Streckung).
Die BWS (Brustwirbelsäule) ist als Ausgleich in einer kyphotischen (gebeugten) Haltung und vor allem in der oberen BWS sehr fest. Die Knie werden in Extension gedrückt und überstreckt, was Auswirkungen auf die LWS (Lendenwirbelsäule) hat. Die Lordose der LWS sitzt sehr tief bei L5/S1 und führt hier zu einer Überlastung. Die Bauchmuskeln sind tonusbedingt zu schwach aufgrund des TLR und können der starken LWS- Lordose nicht
entgegenwirken.
 Das Becken und der Kopf können sich nicht frei bewegen. Dies vermindert die Körper- und Raumwahrnehmung und die Kinder haben eine schlechtere Orientierung.
 

Spinaler Galant

Der Spinale Galant Reflex wird rechts und links der Wirbelsäule ausgelöst, indem man von dem unteren Schulterblattwinkel zum Becken streicht. Er bewirkt eine Rotation (Drehung) und Lateralflexion (Seitwärtsbeugung) des gleichseitigen Beckens. Der Spinale Galant Reflex ermöglicht ein frühes Bewegen der Becken- und Hüftregion und erleichtert die Geburt. 

Er sollte spätestens im 9. Lebensmonat gehemmt sein. Wenn er persistiert, sind die Kinder an Rücken und Becken überempfindlich. 

Mögliche durch Persistenz ausgelöste Symptome: 

·      Vermehrter Bewegungsdrang 

·      Konzentrationsprobleme 

·      Schlechtere Blasenkontrolle (Einnässen) 

·      Verdauungsstörungen (z.B. Verstopfung/Obstipation) 

·      Reiseübelkeit 

·      Schlaffer Muskeltonus (Hypotonie) 

Zusammenfassung

Diese primitiven Reflexe sollten in den ersten 12 Lebensmonaten des Kindes gehemmt werden. Das geschieht über Nervenbahnen höherer Hirnzentren. Im Mittelhirn entstehen die Halte- und Stellreaktionen mit Kopfstellreflex, Rollreflex und Stützreaktionen.

 

Die Hemmung entsteht, in dem das Kind die Möglichkeit hat, sich frei zu bewegen, es entsteht ein Bewusstsein für den eigenen Körper und den Raum, in dem es sich befindet.

Mit dem Bewusstsein entsteht auch ein Bild über die Körperfunktionen, ein Bewegungsbild.

Anfangs sind die Bewegungen noch unbewusst und zufällig, das Kind nimmt über den taktilen Reiz wahr und es findet durch die Wiederholung Lernen statt.

 

Der Reizursprung für die Aufrichtung des Körpers gegen den Zug der Schwerkraft liegt in den Dehnungsrezeptoren der Nackenmuskulatur und im Gleichgewichtsorgan. 

 

Hier liegen die Grundinformationen über unsere Bewegungen, mit ihrer Hilfe werden Haltung, Muskelspannung, Kraftmass und die Stellung von Muskeln, Sehnen und Gelenken zueinander unablässig überwacht.

Das Gleichgewicht ist für die Aufrechthaltung des Körpers und die Orientierung im Raum verantwortlich und befähigt den Körper Beschleunigungen und Rotationen wahrzunehmen und sich darauf einzustellen. 

Diese Funktion arbeitet schon beim Fötus.

Die Wahrnehmung von Lage, Kraft und Bewegung insgesamt erfolgt im ZNS durch komplexe Kombination der einzelnen Komponenten der Tiefensensibilität, die  über Rückenmark, bzw. Hirnnerven an das Gehirn geleitet wird.                                                   

Lernen findet immer im Ungleichgewicht statt, in der Abweichung, Drehungen sind auch Standpunktveränderungen, also wichtig, um neue Wege gehen zu können.

Das Gleichgewicht zu erspüren geht über das Balancieren, die Balance mit der Frage: wie viel Kraft setze ich ein, um die Balance zwischen der Schwerkraft, die ständig am Körper zieht und der nötigen Muskelkraft zu halten, wann komme ich an die Grenze zum Fall?

Um wirksam zu sein, sollten Aktivitäten immer in einer Art Selbstinduktion geschehen, da das Erreichte den Antrieb zu weiterem enthält. 

 

Die Eigendynamik des Körpers verursacht viel emotionalen Stress und kann zu einer niedrigen Frustrationstoleranz führen.  

Bei nicht voll integriertem Reflex sind mangelnde Blasenkontrolle und Verdauungsstörungen möglich, und eine starke Sitzunruhe, die schon durch Reiben mit dem Rücken an Kleidung oder einer Stuhllehne ausgelöst werden kann.